WM Kader 2022: Auf diese Stars verzichten die Top-Nationen - Starstube

WM Kader 2022: Auf diese Stars verzichten die Top-Nationen

WM Kader 2022: Auf diese Stars verzichten die Top-Nationen

Die großen Nationen haben ihre Kader für die FIFA Weltmeisterschaft 2022 bekannt gegeben. Klar ist: Eine ganze Reihe an internationalen Top-Stars wird das Turnier in Katarparadiese. Einige Stars sind verletzt aus, andere haben es aus sportlichen Gründen nicht in den Kader geschafft.

Roberto Firmino steht nicht im Aufgebot der Seleção.

Roberto Firmino steht nicht im Aufgebot der Seleção. /Pedro Vilela/GettyImages

Bei der Bekanntgabe der Seleção sorgt vor allem die Nichtberücksichtigung eines Namens für medialen Wirbel: Roberto Firmino. Der 28-Jährige war zwar seit dem Finale der Copa América 2021 außen vor, hatte sich in den letzten Monaten aber als konstantester Part der Offensive des FC Liverpool präsentiert. Viele Fans hatten auf eine Rückkehr ins Aufgebot gehofft. Trainer Tite entschied sich im Sturm für Gabriel Jesus, Richarlison und Pedro.

Vielfach gefordert, dennoch nicht dabei ist Gabriel Magalhães. Der Innenverteidiger gilt als einer der Schlüssel für den Erfolg des FC Arsenal. Die Gunners gehen als Tabellenführer der Premier League in die WM-Pause. Einmal nominierte Tite den 24-jährigen Verteidiger, setzte ihn aber schließlich nicht ein. Auf sein Debüt darf Magalhães weiter warten. Seinen Platz im WM-Kader hat Juventus-Neuzugang Bremer erhalten.

Eine Reihe an Stars steht bei der Länderspielpause im September noch im Aufgebot, haben es auf den letzten Metern aber nicht geschafft. Dazu zählt Roger Ibañez von der AS Roma. Der Innenverteidiger blüht seit der Ankunft von José Mourinho auf. Das gleiche Schicksal erlebten Renan Lodi und Matheus Cunha. Beide hatten zuletzt mit Formproblemen bei ihren Klubs zu kämpfen. Lodi belegte mit Nottingham Forest den letzten Platz der Premier League, Cunha brachte es bei Atlético Madrid in dieser Saison auf keinen einzigen Treffer.

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Vor zwei Monaten stand Àngel Correa noch im Kader.

Vor zwei Monaten stand Àngel Correa noch im Kader. /Marcelo Endelli/GettyImages

Bei der Bekanntgabe des argentinischen Aufgebots traf es Ángel Correa von Atlético Madrid am härtesten. Der 27-Jährige war bis zuletzt immer Teil des Kaders, kam bei der letzten Länderspielpause gegen Honduras sogar noch zum Einsatz. In Madrid ist der Rechtsaußen inzwischen aber nur noch zweite Wahl. Stattdessen nominierte Trainer Lionel Scolari den ehemaligen VfB-Spieler Nicolás González (AC Florenz).

Viele Argentinier forderten auch eine Nominierung von Napoli-Stürmer Giovanni Simeone. Die Leihgabe von Hellas Verona spielte sich durch starke Auftritte in der Champions League in Rampenlicht. In fünf Einsätzen gelangen Simeone vier Treffer. Auf der Stürmerposition hatte der Sohn von Atlético-Trainer Diego Simeone gegen Lautaro Martínez, Joaquín Correa und Julián Álvarez das Nachsehen.

Im Vergleich zur letzten Länderspielpause fehlen Thiago Almada, Facundo Medina und Nahuén Perez im Aufgebot. Shootingstar Almada von Atlanta United verlor seinen Platz an Paulo Dybala, der nach einer Oberschenkelverletzung zurückgekehrt ist. Auch Medina und Perez wurden von gesetzten Sternen wieder verdrängt. Tottenham-Star Cristian Romero und Routinier Nicolás Otamendi treten bei den letzten Länderspielen noch aus.

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Moussa Diaby ist kein Teil des Frankreich-Kaders.

Moussa Diaby ist kein Teil des Frankreich-Kaders. /John Berry/GettyImages

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps ist dafür bekannt, überraschende Entscheidungen zu treffen. Bei der Bekanntgabe des diesjährigen WM-Kaders sorgte vor allem die Nicht-Berücksichtigung von Ferland Mendy für Unverständnis. Der Linksverteidiger ist beim amtierenden Champions-League-Sieger von Real Madrid gesetzt. Mendy kam sowohl in der Nations League als auch in der EM-Qualifikation zum Einsatz. Jetzt folgt das überraschende Aus.

Auf eine Nominierung hatte auch Moussa Diaby gehofft. Der agile Linksaußen blühte in Leverkusen unter Neutrainer Xabi Alonso wieder richtig auf. Seit Alonsos Ankunft kommt Diaby auf sechs Tore und zwei Assists. Deschamps gilt als Förderer von Diaby. Im September 2021 gab der 23-Jährige sein Nationalmannschaftsdebüt. Auf den Außenpositionen nominierte der Weltmeistertrainer statt Ousmane Dembélé und Kingsley Coman.

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Gareth Southgate hat sich gegen Fikayo Tomori entschieden.

Gareth Southgate hat sich gegen Fikayo Tomori entschieden. /Claudio Villa/GettyImages

Erneut muss Englands Trainer Gareth Southgate heftige mediale Kritik einstecken. Das Fehlen von Fikayo Tomori im Aufgebot der Three Lions bestätigt den Vorwurf, Southgate würde Spieler aus der nationalen Premier League bevorzugen. Der Innenverteidiger ist Abwehrchef beim Serie-A-Meister AC Mailand. Tomori gilt als einer der besten Verteidiger der Liga. Für Ärgere vor allem, dass statt ihm Harry Maguire im Aufgebot steht, obwohl er bei Manchester United auf dem Abstellgleis steht.

Das Gleiche gilt für Tammy Abraham. Auch Abraham hat es seit seinem Wechsel zur AS Rom bei Southgate schwer. Dabei legt der einstige Chelsea-Stürmer in Italien eindrückliche Werte vor. In 52 Spielen für die Roma kommt Abraham auf 20 Tore und sechs Assists. Viele Engländer hätten ihn als idealen Back-Up für Harry Kane gesehen. Diese Rolle weist Southgate dem 30-jährigen Callum Wilson von Newcastle United zu.

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Thiago und David de Gea fahren nicht nach Katar.

Thiago und David de Gea fahren nicht nach Katar. /Alexander Hassenstein/GettyImages

Dass Luis Enrique für ein klares Spielsystem steht, haben gleich eine Vielzahl spanischer Stars zu spüren bekommen. Für Aufsehen sorgte unter anderem der Verzicht auf Thiago vom FC Liverpool. Der 31-Jährige ist langjähriger Nationalspieler, gilt als Meister am Ball und gehört beim LFC zu den ständigsten Akteuren der bis dato zu einer zufriedenstellenden Saison. Im zentralen Mittelfeld, Pedri, Gavi, Carlos Soler, Marcos Llorente und Koke den Vorzug.

An der Seite von Thiago gilt es auch, David de Gea und Sergio Ramos zu nennen. Beide gehören zu den größten Fußballstars Spaniens, waren bei den letzten Turnieren Führungsspieler. Bei der kommenden Weltmeisterschaft gibt Enrique auf ihren Positionen jüngeren Spielern die Chance. Sowohl im Tor als auch in der Innenverteidiger stehen nur Spieler im Kader, die jünger als 30 Jahre sind.

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Viele hatten mit einer Nominierung von Mats Hummels gerechnet.

Viele hatten mit einer Nominierung von Mats Hummels gerechnet. /CHRISTOF STACHE/GettyImages

Bei der Bekanntgabe des deutschen Kaders war die Kernfrage: Wird es Mats Hummels ins Aufgebot schaffen? Die Antwort lautet nein. Trotz der aufstrebenden Form von Hummels bei Borussia Dortmund hat sich Hansi Flick gegen eine Rückkehr des langjährigen Nationalspielers entschieden. Anstelle von Hummels stehen sieben nominelle Innenverteidiger im Kader, die allesamt über wenig Turniererfahrung verfügen.

Bei Robin Gosens war die Enttäuschung über die Nicht-Nominierung besonders groß. Der linke Flügelverteidiger von Inter Mailand spielte sich bei der EM 2021 mit guten Leistungen im Nationaltrikot in den Fokus. Die wenigen Einsatzminuten seit seinem Wechsel nach Mailand und die Tatsache, dass er am liebsten in der Fünferkette zum Einsatz kommt, waren zwei der Hauptgründe für Flick, auf Gosens zu verzichten.

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Ryan Gravenberch bekommt in München wenig Spielzeit.

Ryan Gravenberch bekommt in München wenig Spielzeit. / BSR-Agentur/GettyImages

Trainerlegende Louis van Gaal überraschte bei seinem WM-Kader speziell auf der Torwartposition. Sowohl Stammkeeper Mark Flekken vom deutschen Europa-League-Teilnehmer SC Freiburg als auch der langjährige Nationaltorwart Jasper Cillessen sind überraschend nicht im Kader. Beide waren bei den Testspielen im September noch Teil der Mannschaft. Van Gaal hat sich mit Bijlow, Noppert und Pasveer für drei Torhüter aus der heimischen Liga entschieden.

Zwei weitere große Namen aus der Bundesliga, die es nicht in den Kader geschafft haben, sind Ryan Gravenberch und Donyell Malen. Sommerneuzugang Gravenberch kommt beim FC Bayern auf wenig Spielzeit. Van Gaal hatte schon vor einigen Monaten öffentlich kommuniziert, dass es für den Youngster wichtig sei, Spielminuten zu sammeln. Malen kann die Erwartungshaltung seit seiner Ankunft bei Borussia Dortmund nicht erfüllen. Auch diese Saison sind die Leistungen nur durchschnittlich.

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João Moutinho war über Jahre im Portugal-Kader.

João Moutinho war über Jahre im Portugal-Kader. / Gualter Fatia/GettyImages

Portugals Nationaltrainer Jorge Mendes hat bei seinem Aufgebot auf ein ganzes Quartett von Premier-League-Schlusslicht Wolverhampton verzichtet. Mit Nèlson Semedo, João Moutinho, Daniel Podence und Gonçalo Guedes haben gleich vier Spieler des Clubs den Sprung in den Kader verpasst. Allesamt kamen in der Vergangenheit mehrfach zu Einsätzen in der Nationalmannschaft. Gerade Moutinho war jahrelang eine Stützen im portugiesischen Mittelfeld.

Ein großer Name, der ebenfalls fehlt, ist Renato Sanches. Letzte Saison zeigte Sanches beim OSC Lille noch auffällige Leistungen. Bei seinem neuen Club Paris St. Germain hat der ehemalige Bayern-Spieler Probleme, Fuß zu fassen. Beim amtierenden Ligue-1-Champion kommt das einstige Mega-Talent meist nur von der Bank. Trainer Mendes hat die Situation mit einer Nicht-Berücksichtigung abgestraft.

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„Natzes Nutmeg“ – Der 90min-Talk mit Nadine Angerer zur WM 2022 in Katar

Alles zur WM 2022 bei 90min:

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