Welche Pillen im Winter (nicht) wirksam sind - Starstube

Welche Pillen im Winter (nicht) wirksam sind

Olivenöl senkt den Blutdruck und das unerwünschte LDL-Cholesterin im Blut, wodurch das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
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Von: Erik Hlacer

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Besonders im Winter sind Vitamine wichtig. Vor allem drei Pillen sind nützlich. Doch Achtung: Viele nehmen Vitamin-Tabletten, die gar nichts enthalten.

Hamm – In Skandinavien haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Beginn des Herbstes 95 Prozent der Bevölkerung einen Vitamin-D-Mangel. Dieser ist auf das fehlende Sonnenlicht zurückzuführen. Mit Tabletten kann der Mangel ausgeglichen werden. Auch in Deutschland, wo die überwiegende Zahl der Menschen – das zeigen repräsentative Studien – ausreichend mit Vitaminen versorgt ist, greifen die Menschen gerne mal zur Tablette. Doch ist die Pille überhaupt nötig?

Vitamin-Tabletten: Vitamin D und Folsäure als Pille sinnvoll

„Wir haben zwei Vitamine, für die wir festgestellt haben, dass eine Unterversorgung besteht“, erklärte der jüngste Professor Gerhard Rechkemmer vom Max-Rubner-Institut Karlsruhe gegenüber dem Deutschlandfunk und berief sich dabei auf eine nationale Verzehrstudie. Gemeint sind das Vitamin D, welches vor allem von der Sonne gespendet wird, und Folsäure.

Da das Vitamin D in kaum einer natürlichen Nahrungsquelle vorhanden ist, greifen viele zur Vitamin-Tablette. Unvernünftig ist das an dieser Stelle nicht – insbesondere im Winter. Zumal viele Mediziner eine hohe Tagesdosis Vitamin D für sinnvoll erachten.

Vitamin-Tabletten: Bei Veganern bietet sich auch B12 an

Bei Folsäure verhält es sich ähnlich. Viele Deutsche sind mit dem „Babyvitamin“ grundsätzlich eher unterversorgt. Dabei ist es vor allem wichtig für schwangere Frauen, um das zu gebärende Kind vor Fehlbildungen an Wirbelsäule und Rückenmark zu schützen. Zwar ist Folsäure (auch Folat) in Hülsenfrüchten und grünem Gemüse vorhanden, allerdings raten Experten auch hier je nach Fall zu Vitamin-Tabletten, schließlich ist Folsäure essenziell für die Blutbildung, Zellteilung und Wachstumsprozesse.

Inwiefern es sich anbietet, zu Vitamin-Tabletten zu greifen, hängt ganz grundsätzlich davon ab, wie stark die Unterversorgung ist. Da sind sich Experten einig. Ein Regelfall sollte die Nahrungsergänzung im Pillenformat nämlich nicht sein, aber bei extremer Unterversorgung erscheint eine Zufuhr von Vitaminpräparaten unausweichlich. Bei Veganern ruft das zusätzlich noch das Vitamin B12 auf den Plan.

Die Zahl der Veganer in Deutschland wächst. Knapp drei Millionen Menschen verzichten gänzlich auf tierische Produkte. Was die rein pflanzliche Ernährung jedoch nicht abdeckt, ist das Vitamin B12. Als wichtiger Baustein für die Zellteilung, Blutbildung und die Funktion des Nervensystems das Vitamin allerdings unverzichtbar, weshalb Ärzte und Experten Veganern hier zu Vitamin-Tabletten raten. B12-Pillen brauchen jedoch sicherlich nicht alle als Nahrungsergänzungsmittel.

Vitamin-Tabletten im Winter zum Teil unnötig – Diese Pillen brauchen Sie eher nicht

Diese drei Vitamine, deren Zufuhr anhand von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein kann, sind nicht die einzige, die in Deutschland fleißig konsumiert werden. Von den dutzenden Millionen Deutschen (58 Prozent der Bevölkerung), die auf Vitamin-Tabletten setzen, nehmen auch einige Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Multivitamin und Vitamin B3 in Pillenform zu sich. Dies ist in den meisten Fällen aber gar nicht nötig, da die Vitamine durch herkömmliche Nahrung gut abgedeckt werden, wie die folgende Liste demonstriert.

  • Vitamin A: Karotten, Kürbisse, Aprikosen, Grünkohl, Feldsalat und Spinat enthalten Carotinoide, eine Vorstufe von Vitamin A. Gleiches gilt für Milchprodukte. Vitamin A selbst steckt unter anderem in Leber und Eiern.
  • Vitamin C: Beispiele für Lebensmittel mit besonders hohem Vitamin-C-Gehalt sind Sanddornbeeren(saft), Gemüsepaprika, schwarze Johannisbeeren und Petersilie
  • Vitamin E: pflanzliche Ölen (vor allem Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl), Nüsse (zB Erdnüsse, Haselnüsse besonders und Mandeln), grünes Gemüse wie Spinat und Brokkoli
  • Vitamin B3: besonders Fisch (zB Sardinen) und Hülsenfrüchte (zB Erbsen) schaffen Abhilfe, aber auch Erdnüsse, Kalbsleber und Champignons
  • Multivitamin: Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O. Vor allem Johannisbeeren, Brokkoli, Grünkohl und Kiwis werden als wahre Vitaminbomben angesehen

Wer sich viel mit Vitaminen beschäftigt, setzt sich wohl zwangsläufig mit Obst auseinander. Den Unterschied zwischen einer Mandarine und einer Clementine kennen jedoch nicht alle, dabei lassen sich die beiden Früchte anhand bestimmter Kriterien unterscheiden.

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