Watzke sagt klare Worte an den FC Bayern - Starstube

Watzke sagt klare Worte an den FC Bayern

Watzke sagt klare Worte an den FC Bayern

DFL sucht Führung und Richtung
Watzke sagt klare Worte an den FC Bayern

Donata Hopfen ist weg, doch wie geht es weiter bei der Deutschen Fußball-Liga? Wenn es nach Hans-Joachim Watzke geht, nur mit dem FC Bayern. Denn der Zusammenschluss der Bundesliga-Klubs sucht nach nur einem Jahr schon wieder einen neuen Chef. Bayern-Präsident Herbert Hainer hat da schon Ideen.

Als Hans-Joachim Watzke 56 Minuten über die Neuordnung des deutschen Fußballs referierte, lag seine Stirn durchgehend in Falten. Die Sorgen will der Königsmacher bei DFB und DFL durch einen Schulterschluss vertreiben – mit Bayern München als mächtigem Verbündeten im Kampf gegen die Krise. „Wir müssen alle Kräfte bündeln. Der FC Bayern ist in alle Überlegungen eingebunden“, sagte Watzke bei der Präsentation der neuen DFL-Spitze staatstragend: „Es gibt nur einen deutschen Fußball.“

Den Aufbruch bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) sollen erst einmal die beiden Bundesliga-Manager Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (SC Freiburg) bewerkstelligen. Sie werden den Profiverband nach dem Aus für die bisherige Chefin Donata Hopfen interimsweise als Doppelspitze bin zum 30. Juni 2023 führen. Die endgültige Hopfen-Nachfolge soll bis dahin geregelt werden. Watzke präferiert auch dabei zwei Spitzenkräfte.

„Bei der Bandbreite von Anforderungen kann man keine One-Man-Show mehr abliefern“, sagte der 63-Jährige, der dabei auf die Symbiose eines internen und eines internen Anwärters zusieht: „Wir werden etwas ganz Revolutionäres machen und die geeigneten Kandidaten selbst suchen .“

Aktuelle Lösung ist nur vorübergehend

Einbringen soll sich auch der Rekordmeister. „Es ist wichtig, dass der größte und erfolgreichste Klub eingebunden ist“, äußerte Watzke hinsichtlich seiner zurückliegenden Gespräche mit dem Münchner Ex-Chef Karl-Heinz Rummenigge und dem aktuellen Chef Oliver Kahn: „Die einfachste, direkte, unkomplizierteste Lösung wäre, wenn Oliver Kahn für das Präsidium kandidiert. Darüber würde ich mich persönlich sehr freuen.“ Das deckt sich mit den Aussagen von Bayern-Präsident Herbert Hainer. Der hatte zuvor, dass sich Kahn engagieren erklärt möchte.

Vorerst sollen sich der Freiburger Finanzvorstand Leki und der Frankfurter Vorstandssprecher Hellmann, die beiden bereits wichtigen Positionen in DFL-Gremien besetzen, um die zahlreichen Probleme des Profifußballs kümmern. Für beide Funktionäre spricht ihre gute Vereinsarbeit. Sowohl der Sport-Club wie auch die Eintracht stehen für sportlichen Erfolg und solides Wirtschaften.

„Wir müssen sofort handlungsfähig sein. Wenn jemand von außen gekommen wäre, wäre die Zeit, die wir nicht haben, verstrichen gewesen“, sagte Watzke: „Beide haben die absoluten Fähigkeiten. Ich habe großes Vertrauen. So haben wir Zeit, um eine zukunftsfähige Lösung zu finden.“

50+1 „bedroht“, Investor diskutiert

Hopfen musste am Mittwoch nach nicht einmal einem Jahr im Amt ihren Posten räumen. Der 46-Jährige hatte am 1. Januar die Nachfolge des langjährigen Chefs Christian Seifert angetreten, ihr Vertrag lief ursprünglich bis Ende 2024. Große Teile der DFL-Gremien und der 36 Profiklubs waren mit der Arbeit Hopfens unzufrieden. Das liegt vor allem daran, dass sie bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker nicht wesentlich vorangekommen ist .

„Wir befinden uns im deutschen Profifußball in einer herausfordernden Lage, in der Entscheidungen getroffen werden müssen, die eine große Bedeutung für die Zukunft haben“, kommentierte Hellmann: „Es ist für mich selbstverständlich, dass ich mich gemeinsam mit Oliver Leki und einem starken Team dieser Herausforderung stelle und Verantwortung übernehme.“

Diese Herausforderungen sieht auch Watzke, der die Probleme bei 50+1 („Die Regel ist bedroht“), Investor („Der muss uns einen Mehrwert bringen“) und der Auslandsvermarktung („Da liegen wir nicht da, wo wir hin möchten“ ) klar benannt. Watzke sieht sich selbst allerdings nicht als alleiniger Problemlöser, sondern als Teamplayer: „Ich bin ein glühender Demokrat und richte mich nach dem, was die Mehrheit der Klubs will.“ Vorerst richten sich aber alle nach Watzke.

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