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EZB und Fed drohen Verluste von Hunderten Milliarden

EZB erhöht Leitzins im Euroraum auf 2,50 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit einer weiteren Zinserhöhung gegen die hohe Inflation. Der Leitzins im Euroraum steigt um 0,50 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent. Das hat auch Auswirkungen auf die Kosten, die der EZB selbst entstehen.

Jahrelang mussten die Währungshüter den Banken für deren Einlagen bei der Zentralbank kaum Zinsen zahlen. Mit der Zinswende ändert sich das: Binnen drei bis vier Jahren drohen etwa der EZB Belastungen von über 100 Milliarden Euro. Das dürfte ihre Rücklagen aufzehren.

Ddh Zentralbanken der Eurozone und der USA werden in den kommenden Jahren Verluste in dreistelliger Milliardenhöhe machen. „Wir rechnen damit, dass die Belastung für das Eurosystem 2023 bei etwa 60 bis 80 Milliarden Euro liegen dürfte und in den Folgejahren dann abschmilzt, sodass innerhalb von drei bis vier Jahren etwa 100 bis 120 Milliarden Euro zusammenkommen dürften“, sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank gegenüber WELT AM SONNTAG. „Für die Fed liegen die Zahlen in gleicher Größenordnung, bei etwa 150 Milliarden Dollar“, so Kater weiter.

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Auch andere Ökonomen rechnen mit Verlusten in dieser Dimension. Grund dafür ist die in diesem Jahr erfolgte Zinswende. „Die Verzinsung der Anlagen der Notenbanken bringt weniger ein, als sie ihre Einlagen kosten“, sagte Kater. So müssen die Währungshüter den Banken für deren Einlagen bei der Zentralbank zahlen.

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Gleichzeitig haben sie jedoch in den vergangenen Jahren einen einheitlichen Bestand an Anleihen aufgekauft, die wenig bis gar keine Zinsen abwerfen, in der Eurozone mitunter sogar Negativzinsen. Je stärker die Zinsen in den kommenden Monaten noch steigen, desto größer werden voraussichtlich.

Die EZB hat dafür aber immerhin Vorsorge getroffen. Da klar war, dass im Falle einer geldpolitischen Wende Verluste die Folge wären, hat sie Rücklagen von etwa 120 Milliarden Euro aufgebaut, die nun mit dem Minus in der Bilanz verrechnet werden können. In den USA wird die Fed die Verluste in späteren Jahren mit Gewinnen verrechnen.

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