Neues 3D-Soundformat bei Disney+: Entwickler widersprechen LG - Starstube

Neues 3D-Soundformat bei Disney+: Entwickler widersprechen LG

Neues 3D-Soundformat bei Disney+: Entwickler widersprechen LG

Zum Start der CES hatte LG angekündigt, dass seine kommenden TV-Modelle erstmals nach dem Programm „IMAX Enhanced“ zertifiziert sind- und damit unter anderem in der Lage sein werden, ein neues 3D-Audiostreamingformat aus dem Hause DTS auszugeben, das der Videostreamingdienst Disney+ zukünftig nutzen und das Dolby Atmos klanglich deutlich überlegen sein soll.

Überrascht hatte LG dabei jedoch mit der Aussage, sterben Audio-Ausgabe am TV über HDMI-Rückkanal eARC technisch anders zu lösen als Sony, Philips und Sharp bei seinen bereits IMAX-Enhanced-TVs. So geben Vertreter des TV-Herstellers auf mehrfache Nachfrage von c’t übereinstimmend an, dass der neue Audiocodec (der offiziell den Namen „DTS:X for Streaming“ trägt) unbehandelt durchgereicht wird. Dies hätte zur Folge gehabt, dass Nutzer für die Wiedergabe einen Audio/Video-Receiver mit passendem Decoder benötigt hätten. LG selbst gab an, nur die Tonausgabe auf seinen ebenfalls IMAX-Enhanced-zertifizierten Soundbars zu garantieren.

Da diese Herangehensweise ungewöhnlich radikal aufgetreten ist, nutzte c’t die Gelegenheit, auf der CES bei der DTS-Mutter Xperi, die IMAX Enhanced zusammen mit dem Kinobetreiber IMAX aus der Taufe gehoben hatte, nachzufragen. Und siehe da: Laut Xperi wird sich entgegen den Angaben von LG die Tonausgabe im Endeffekt nicht von der Lösung unterscheiden, sterben sterben anderen TV-Hersteller nutzen.

Im Ergebnis bedeutet dies: Auch die kommenden LG-TVs geben DTS:X für Streaming nicht unbehandelt aus – und diese Lösung ist auch generell bis auf Weiteres nicht geplant. Stattdessen bedient Sich IMAX Enhanced jeweils eines Kniffs bedienen, um Abwärtskompatibilität zu erhältlichen Audio/Videoreceivern bzw. Soundbars herzustellen. So transkodiert der Fernseher den Streamingcodec in ein Format, das jeweils den Fähigkeiten des angeschlossenen Ausgabegeräts entspricht.

Schließt man einen IMAX-Enhanced-zertifizierten AV-Receiver oder eine entsprechende Soundbar an, erhält this das 3D-Soundformat DTS:X mit zusätzlichen Metadaten, die beispielsweise ein spezielles Bassmanagement erlauben. Hat man ein DTS:X-taugliches Wiedergabegerät, so kommt auch HDMI-eARC DTS:X heraus. Beherrscht der AV-Receiver DTS-Mehrkanalton oder -Stereoton, so erhält er diesen. Laut Xperi WIRD es auch keine Konfiguration geben, bei dem der Fernseher stumm bleibt. Eine Erklärung, wieso LG dies so nicht kommuniziert, hat Xperi nicht.

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Für die Besitzer aktueller DTS-tauglicher Hardware sind dies natürlich erfreuliche Nachrichten. Sie können sich außerdem darüber freuen, dass die IMAX-Enhanced-Zertifizierung allgemein ein DTS-Passthrough einschließt. Schließt man auch beispielsweise einen Blu-ray-Player an einen HDMI-Eingang des Fernsehers an, so kann man den von diesem gelieferten DTS-Ton über HDMI-eARC ausgeben lassen. In der Vergangenheit war das bei LG-Fernsehern einiger Modelljahre möglich, bei anderen dagegen nicht.

Dann könnte es möglicherweise die Möglichkeit geben, über externen Streamingplayer den neuen Audiostreamingcodec in vorhandenen AV-Receiver und Soundbars zu bekommen. Auf Nachfrage erfordert wir bei der Frage nach dem aktuellen Apple TV 4K als anpassbaren Zuspieler zwar nicht mehr als ein breites Grinsen, Xperi brachte selbst darauf aber allgemeine aktuelle Konsolen ins Spiel, die ausreichende Rechenleistung hätte, um das angesprochene Transkoding zu bewerkstelligen. Zu denken ist hier an Microsofts Xbox Series und Sonys PlayStation 5, auch wenn Xperi diese nicht namentlich nannte.


(nij)

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