DWS-Aktie deutlich fester: Deutsche-Bank-Tochter DWS will Gewinn mittelfristig steigern - hohe Sonderdividende geplant - Starstube

DWS-Aktie deutlich fester: Deutsche-Bank-Tochter DWS will Gewinn mittelfristig steigern – hohe Sonderdividende geplant

Dividendenpläne: DWS-Aktie deutlich fester: Deutsche-Bank-Tochter DWS will Gewinn mittelfristig steigern - hohe Sonderdividende geplant

Stefan Hoops kündigt zusätzliche Investitionen in Höhe von 70 Millionen Euro an. Sie sollen durch Sparmaßnahmen selbst überwachen werden. Zudem kündigte die DWS auf dem Kapitalmarkttag am Mittwoch in Frankfurt eine Reihe neuer Finanzziele an.

Er wolle „eine bessere DWS schaffen – mit ehrgeizigen Finanzzielen, höherer Transparenz und einer attraktiven Ausschüttungspolitik“, sagte Hoops. Das Portfolio wurde konsequent optimiert. „Gleichzeitig wollen wir in vielversprechende Zukunftsbereiche investieren.“ Dazu zählen für ihn neben Wachstumsambitionen in den USA, vor allem der Ausbau digitaler Plattformen und weiterer Technologien, wie der Blockchain. Die Höhe der einmaligen Kosten, die für die Wachstumsstrategie anfallen, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, merkte Analyst Mandeep Jagpal von der kanadischen Bank RBC an.

„Diesen Wandel finanzieren wir, indem wir interne Ressourcen durch Verkäufe, Strukturveränderungen und Kosteninitiativen umverteilen“, sagte Hoops. Bis 2025 sollen so kumulierte jährliche Effizienzgewinne von rund 100 Millionen Euro erzielt werden. Hoops erwartete an, Geschäftsbereiche zu veräußern, Hierarchien in der Organisationsstruktur abzubauen und die regionale Präsenz zu erhöhen. Zudem soll eine eigenständige IT-Plattform Kosten sparen und mehr Flexibilität ermöglichen.

Bis Mitte des Jahrzehnts wird die DWS den Gewinn je Aktie so auf 4,50 Euro steigern. Damit toppte DWS die Erwartungen am Markt. Vergangenes Jahr lag der Gewinn bei 3,90 Euro je Anteilsschein. Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation soll bis 2025 unter 59 Prozent liegen, was mindestens ein Prozentpunkt besser wäre als bisher avisiert wurde und bis 2024 angestrebt war. 2021 lag die Kennziffer bei 58 Prozent. In den Unternehmensbereichen passiv sowie alternativ beeinflusste Vermögen strebt Hoops im Durchschnitt der kommenden Jahre zudem prozentual zweistellige Wachstumsraten an.

Von der erhöhten Ertragslage sollen die Aktionäre durch eine erhöhte Dividende profitieren. Ab 2025 sei eine Auszahlungsquote von rund 65 Prozent geplant, teilt die DWS bereits am Dienstagabend mit. Zum: Für 2021 hatte der Konzern 400 Millionen Euro Vergleich bzw. zwei Euro je Aktie als Dividende ausgeschüttet. Das sind gut 64 Prozent des Bilanzgewinns von 2021. Im Jahr 2024 solle außerdem die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro vorgeschlagen werden, vorbehaltlich der Kapitalbindung für Wachstumsinitiativen.

Die Ankündigung wurde an der Börse als echte Überraschung bewertet. Das dürfte bedeuten, dass man zunächst keine größeren Zukaufsambitionen mehr hege, also ein Börsianer. RBC-Analyst Jagpal bewertete die neuen Ziele als ehrgeizig, aber insgesamt erreichbar.

So reagiert die DWS-Aktie

Ein Dividenden-Bonbon der DWS hat die Anleger der Fondsgesellschaft am Mittwoch angelockt. Die Papiere verteuerten sich zeitweise um gut acht Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Juni. Zuletzt wurden sie mit 31,88 Euro noch 5,6 Prozent höher gehandelt als am Vortag. Dies reicht im SDAX der Kleinen Werte für den ersten Platz.

Die DWS überzeugte die Anleger mit ihren Mittelfristzielen und der Ausschüttungspolitik. Der seit Sommer amtierende Chef der Fondstochter der Deutschen Bank, Stefan Hoops, wird das Portfolio konsequent optimieren und in zukünftige Zukunftsbereiche investieren. Dazu zählen für ihn neben Wachstumsambitionen in den USA vor allem der Ausbau digitaler Plattformen und weiterer Technologien, wie der Blockchain.

Die Höhe der einmaligen Kosten, die für die Wachstumsstrategie anfallen, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, merkte Analyst Mandeep Jagpal von der kanadischen Bank RBC an. Er hält die neuen Ziele für ehrgeizig, aber insgesamt erreichbar.

Den Gewinn je Aktie will die DWS bis Mitte des Jahrzehnts auf 4,50 Euro steigern. Damit übertraf sie die Erwartungen am Markt. Vergangenes Jahr lag der Gewinn bei 3,90 Euro je Anteilsschein. Von der erhöhten Ertragslage sollen die Aktionäre in Form einer erhöhten Dividende profitieren. Ab 2025 sei eine Auszahlungsquote von rund 65 Prozent geplant, hieß es von dem Unternehmen.

Im Jahr 2024 soll zudem die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro vorgeschlagen werden, vorbehaltlich der Kapitalbindung für Wachstumsinitiativen. Dies wertete ein Börsianer als echte Überraschung. Das dürfte bedeuten, dass man zunächst keine größeren Zukaufsambitionen mehr hege, so der Marktteilnehmer.

Nach Ansicht des Kapitalmarktstrategen Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets könnte sich die Dividendenpolitik mittel- bis langfristig auch in den Aktien auszahlen. Der Umbau der DWS dürfte aber noch einige Zeit andauern und auch so manche Enttäuschung in den Zahlen bereithalten, schrieb er. Da die Sonderdividende auch der Deutschen Bank zugutekomme, weil noch 80 Prozent der Anteile beim Mutterkonzern lägen, sollten Investoren die Aktien beider Unternehmen auf dem Zettel haben.

Mit der jüngsten Kursrally haben sich die DWS-Titel inzwischen von ihrem im Oktober erreichten Tief seit April 2020 um schnell 38 Prozent erholt. Von der 21-Tage-Linie als Indikator für den kurzfristigen Trend, die sie am Vortag noch getestet hatten, haben sie sich nun ein gutes Stück nach oben abgesetzt und den Abwärtstrend des früheren Jahres gebrochen.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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