Darts-WM in London: Routinier Clayton schickt Josh Rock nach Hause - Starstube

Darts-WM in London: Routinier Clayton schickt Josh Rock nach Hause

Darts-WM in London: Routinier Clayton schickt Josh Rock nach Hause

Mit Jonny Clayton ist der zweite Waliser im Viertelfinale der Darts-WM eingezogen. Clayton klingelte den 26 Jahre jüngeren Josh Rock nach sieben Sätzen nieder. Dem jungen Nordiren wird allerdings die Zukunft gehören, wie auch der Sieger später prophezeite.

Er hatte sich den zweiten Skalp schon zurechtgelegt. Josh Rock, Shootingstar auf der Tour der Dartsprofis, war kurz davor nach Nathan Aspinall den zweiten Top-10-Spieler aus der Weltmeisterschaft zu nehmen. Der 21-jährige Nordire führte in seinem Achtelfinale gegen die Nummer sieben der Weltrangliste mit 2:1 und 3:2, hatte mehrfach die Chance zur Vorentscheidung, musste in den entscheidenden Momenten des Matches aber Lehrgeld bezahlen und verlor gegen die Nummer sieben der Weltrangliste am Ende mit 3:4.

Josh Rock in Aktion. Er verlor mit 3:4

Foto: Steven Paston/dpa

„Rocky“, von vielen bereits als zukünftiger Weltmeister gehandelt, startete furios in seinem vierten Match, überrannte Clayton mit Average von knapp 110 einem Punkt im ersten Satz und sichert nach der Pause mit dem vierten Leg in Folge nach. Sein deutlich erfahrener Gegner pustete durch, zeigte sich am Board aber unbeeindruckt. Der Premier-League-Sieger von 2021 holte sich Satz zwei mit 3:1 und checkte 104 Punkte zum Gewinn des dritten Durchgangs. „Der Druck war so groß. Aber ich bin ganz gut gestartet, hatte dann einen kleinen Hänger in der Mitte und war am Ende wieder zur Stelle“, fasste Clayton später zusammen.

Die Schwächephase nutzte Rock zur erneuten Führung. Zunächst vergab er im Entscheider drei Chancen zum 2:2, durfte nach zwei Fehlern Claytons aber noch einmal ans Oche treten und verteidigte seinen Anwurfsatz zum 2:2. Das Niveau blieb trotz einiger verpasster Möglichkeiten hoch. Clayton, der im vierten Durchgang 86 Punkte spektakulär über Doppel-18 und das Bullseye, stand bei einem Durchschnitt von 97,17, Rock bei 96,76 Punkten. Auch im fünften Satz ging es über die volle Distanz, und erneut ließ Clayton die Möglichkeit zu seinem dritten Satzgewinn aus, diesmal auf der Doppel-16. Rock stellte auf 3:2 und war nun zum Matchgewinn an. Clayton nickte anerkennend.

Die Stimmung war den ganzen Tag lang hervorragend

Die Stimmung war den ganzen Tag lang hervorragend

Foto: Steven Paston/dpa

Rock, der am Ende seiner ersten Saison ein eindrucksvolles WM-Debüt feierte, blieb zunächst weiter in der Spur, checkte zum 1:0 und spielte sich einen Versuch zum Break auf dem Bullseye, verpasste aber deutlich. Stattdessen kassierte er selbst den Aufschlagverlust. Clayton löschte nervenstarke 122 Punkte und rettete sich ein Bein später in den siebten Satz. Letztlich der entscheidende Moment.

Rock wegen Geldnot auf einer Hühnerfarm

Denn der 48-Jährige erfüllte auch zum Start in den entscheidenden Durchgang seine Pflicht, brachte seinen Aufschlag zum 1:0 durch und erlangte dann von fünf Fehlern seines Gegners in Folge. Clayton sorgte für die Vorentscheidung zum 2:0, und dann war alles ganz schnell vorbei. Die ersten Worte des Siegers galten dennoch dem Gegner. „Er ist ein kommender Star. Was für ein Typ, was für ein Spieler“, sagte Clayton und zog die Augenbrauen hoch. Anerkennung und auch Verwunderung klangen in seinen Worten mit. Im Viertelfinale trifft er am 1. Januar auf einen der beiden im Turnier verbliebenen Belgier, Dimitri van den Bergh oder Kim Huybrechts. Und auch für Rock, der aufgrund finanzieller Probleme noch im September auf einer Hühnerfarm geschrieben hatte, hat sich die WM gelohnt. Ein Preisgeld von 35 000 Pfund lässt ihn in der Weltrangliste um elf Plätze auf Rang 36 springen.

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Mit Gerwyn Price machte zuvor die walisische Nummer eins die Runde der letzten acht perfekt. Beim 4:1 gegen José de Sousa hatte der „Iceman“ allerdings deutlich weniger Mühe als sein Landsmann. Zu Beginn des Abends hatte sich Luke Humphries als letzter Spieler für das Achtelfinale qualifiziert. Die Nummer fünf der Weltrangliste gewann mit 4:3 gegen Vincent van der Voort aus den Niederlanden und spielt am Freitag auf Stephen Bunting, der sich in einem engen Duell mit 4:2 gegen Dave Chisnall durchsetzte. Am Nachmittag hatte sich auch Rob Cross durch ein deutliches 4:1 gegen Mervyn King für die Runde der letzten 16 qualifiziert. Dirk van Duijvenbode überlebte in einem Marathon-Match gegen Ross Smith sechs Matchdarts und gewann in der Verlängerung des siebten Satzes mit 6:5. Er trifft nun auf Michael van Gerwen.

Darts-WM, Ergebnisse 3. Runde, 29. 12. 2022

Spielplan, 30. 12. 2022

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