Berlinale-Star Nicolette Krebitz: Mein Liebesleben wird immer besser - Starstube

Berlinale-Star Nicolette Krebitz: Mein Liebesleben wird immer besser

Berlinale-Star Nicolette Krebitz: Mein Liebesleben wird immer besser

Mit dem Film „Bandits“ wurde sie vor 25 Jahren zum Star. Heute steht Nicolette Krebitz nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Jetzt kommt ihr neuer Film „AEIOU – Das schnelle Alphabet der Liebe“ in die Kinos, der bei der Berlinale bereits gefeiert wurde.

BILD am Sonntag: Sie haben als Regisseurin in einem von Männern dominierten Beruf Erfolg. War das harte Arbeit?

Nicolette Krebitz: „Im Moment ist es für Frauen ein bisschen leichter geworden, weil alle so aufmerksam sind und sein wollen oder eben müssen. Bei mir ist es manchmal, dadurch, dass ich auch Schauspielerin bin und vermutlich eine bestimmte Art von Projektionsfläche biete, wahrscheinlich noch ein bisschen anders.“

Welche Projektionen meinen Sie?

Krebitz: „Ach, so was wie „Die fand ich früher ganz süß …“ oder „Die ist doch Schauspielerin, die kann man nicht ernst nehmen …“ Mit mir verbinden einige Männer eine bestimmte Zeit ihrer Jugend, in der ich offenbar mal kurz eine Fantasie abgedeckt habe. Dass diese Männer eine Frau wie mich dann im Laufe der Zeit zu einer anderen Person werden lassen müssen, ist manchmal ein Thema, das wahrscheinlich mit einer Art Abschiedsschmerz verbunden ist.“

Sie haben auch das Drehbuch zu Ihrem neuen Film geschrieben. Darin verliebt sich eine 60-jährige Frau in einen 43 Jahre jüngeren Mann. Was haben Sie dabei über die Liebe gelernt?

Krebitz: „Es gibt etwas, das ich schon wusste, aber wieder vergessen hatte.“

Und zwar?

Krebitz: „Eigentlich weiß man ja in der Liebe von Anfang an alles. Dann geht es immer irgendwie bergab. Und schließlich versucht man wieder, den Zustand herzustellen, den man am Anfang der Beziehung hatte. Mittlerweile finde ich es am schönsten, mit jemandem zusammen zu sein, mit dem ich mich gut verstehe und einfach eine gute Zeit habe.“

Der Partner also, der auch der beste Freund ist?

Krebitz: „Ein guter Freund. Und ein Verehrer.“

Sie werden in diesem Jahr 50. Wird die Liebe im Laufe des Lebens einfacher oder schwerer?

Krebitz: „Entgegen allen Klischees, in denen es ja immer heißt, dass die Liebe für eine Frau ab einem gewissen Alter nicht mehr stattfindet, muss ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass die Liebe und das Liebesleben eigentlich eher immer besser werden. Mein Therapeut hat mir mal gesagt, dass die Lust bei Männern mit dem Alter abnimmt und bei Frauen sei das Gegenteil der Fall. Es ist doch interessant, dass uns allen die ganze Zeit genau das Gegenteil erzählt wird.“

Nicolette Krebitz war früher mit DJ Fetisch (60) zusammen, dann mit dem Autor Moritz von Uslar (51), mit dem sie Sohn Carl (18). Wer ihr aktueller Partner ist, verrät sie nicht.


Berlinale-Star Nicolette Krebitz: Mein Liebesleben wird immer besser
Foto: BILD

Wie heilt Mann Liebeskummer?

Krebitz: „Zeit heilt Liebeskummer am besten. Ich habe das Drehbuch geschrieben und hatte gerade ein bisschen Liebeskummer. Im Laufe der Arbeit habe ich ihn dann überwunden und war am Ende wieder in der Lage, einen großzügigen und verzeihenden Blick auf die Liebe zu werfen. kann ich Yoga empfehlen oder zumindest Meditation und sich mit Leuten zu umgeben, die es wohl tut mit dir meinen.“

War Ihnen die Botschaft wichtig, dass sich nicht nur Männer halb so alte Partnerinnen suchen können, sondern dass es umgekehrt auch völlig okay ist?

Krebitz: „Mir geht es mittlerweile so, dass ich, wenn ich die Zeitschriften durchblättere, Männer mit gleichaltrigen Frauen sehe und denke: Der hat aber eine alte Frau … Ich habe mich offenbar so sehr daran gewöhnt, dass sich Männer in der Öffentlichkeit mit sehr viel jüngeren Frauen zeigen, dass ich denke, dass irgendetwas nicht stimmen kann, wenn ich ein gleichaltriges Paar sehe. Als ich beispielsweise die ersten Bilder von Emmanuel Macron und seiner Frau gesehen habe, habe ich mich dabei erwischt zu recherchieren, ob es sein könnte, dass irgendwas an der Beziehung nicht stimmt.“


Nicolette Krebitz am 13. Februar bei der Premiere ihres Filmes „AEIOU – Das schnelle Alphabet der Liebe“ bei der Berlinale

Nicolette Krebitz am 13. Februar bei der Premiere ihres Filmes „AEIOU – Das schnelle Alphabet der Liebe“ bei der BerlinaleFoto: picture alliance/dpa/Gerald Matzka

Waren Sie schon einmal in einer ähnlichen Situation?

Krebitz: „Nein. Jedenfalls nicht mit einem so großen Altersunterschied, wie im Film. Aber im Kino darf man übertreiben, um Dinge sichtbar zu machen. Ich habe im Vorfeld mit vielen Frauen gesprochen, die einen sehr viel jüngeren Partner haben. Die meisten hätten sich von sich aus nie für diese Beziehung entschieden. Fast alle haben gesagt, dass es nur dazu gekommen ist, weil er einfach nicht lockergelassen hat.“

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