Bekannte Mode-Marke vor dem Aus? 300 Filialen vor dem Verkauf - Starstube

Bekannte Mode-Marke vor dem Aus? 300 Filialen vor dem Verkauf

Bekannte Mode-Marke vor dem Aus?  300 Filialen vor dem Verkauf

Nach Staples und Hussel soll nun eine Modemarke sein. Mehreren Filialen droht daher die Schließung.

Deutschland – Die Corona-Pandemie scheint einige Unternehmen weiterhin zuzusetzen. So hat es neulich mit Staples ein Geschäft für Büroartikel erwischt, bei dem nun durch eine Insolvenz mehrere Schließungen von Filialen im Gespräch sind. Nun soll zudem eine auch in Deutschland beliebte Modemarke vor dem Aus stehen, wie RUHR24 berichtet.

Unternehmen Pimkie
Vorsitzender Philippe Favre (Januar 2022–)
Hauptsitz Villeneuve-d’Ascq, Frankreich
Gründung 1971
Gründer Gerhard Mulliez
Dachorganisation Verein Familiale Mulliez

Modemarke erneut pleite: Neue Investoren für Pimkie gesucht

Kleider, Röcke, Jeans und Oberteile – die Auswahl an Kleidung ist nicht mehr nur in den Geschäften vor Ort riesig. Spätestens seit der Corona-Pandemie wird vor allem auch online geshoppt. Das bedeutet für sterben Unternehmen allerdings immer größer werdende Konkurrenz. Nach Angaben des Portals t-online soll die französische Modemarke Pimkie zum Verkauf stehen. Demnach sucht das Unternehmen der Familie Mulliez nun dringend Investoren.

Im Mittelpunkt stehen 300 Filialen von Pimkie. Diese sollen sich allerdings alle in Frankreich befinden. Kunden und Beschäftigte in Deutschland können somit erstmal durchatmen – anders sieht es für etwa 1.500 Beschäftigte im französischen Nachbarland aus. Wie es für sie weitergeht, ist nach aktuellem Stand (24. Mai 2022) noch ungewiss. Im Jahr 2020 soll das Unternehmen einen Umsatz von 200 Millionen Euro gemacht haben.

Auch in Deutschland steht das Unternehmen nach Angaben des Fachmagazins Textilwirtschaft bereits vor dem Aus. So wurden im Jahr 2020 bereits 40 der 75 Pimkie-Geschäfte der Framode GmbH geschlossen. Insgesamt 150 Mitarbeiter sollen dadurch ihren Job verloren haben. Gerettet werden konnte das Unternehmen hierzulande durch ein sogenanntes „Insolvenz- und Schutzschirmverfahren“, durch das sich Pimkie vor allem im Bereich Online-Shopping neu aufbauen konnte.

Pimkie: Insolvenz für Modemarke in Deutschland schon 2020 – zahlreiche Filialen schließen schließen

Entscheidend für den Neuaufbau der Marke Pimkie in Deutschland waren außerdem ein Sanierungsplan sowie Mietreduzierungen. „Ohne die teilweise sicher schmerzhaften Anpassungen der Mieten hätte die weitere Existenz von Pimkie in Deutschland in Frage gestellt“, zitierte das Portal Geschäftseingeweihter im Januar 2021 den begründeten COO der Pimkie-Gruppe, Patrick von der Linden.

Seit 1971 gibt es das Unternehmen aus Frankreich, das vor allem bei jungen Frauen viele Jahre lang beliebt war. Mittlerweile spielt neben der Corona-Pandemie auch die Konkurrenz und der Wandel hin zum Online-Shopping eine wichtige Rolle in Sachen Verbleib der Marke Pimkie. Einer der größten Konkurrenten soll die globale Modemarke Primark sein, die bei der jungen Zielgruppe vor allem durch die günstigen Preise punktet.

Eine Pimkie-Filiale am Kurfürstendamm in Berlin 2019.

© imago images/Schöning

Schließungen in den Innenstädten – auch auf dem Westenhellweg in Dortmund

Seit der Corona-Pandemie erlebt das Online-Shopping einen regelrechten Boom – zu Ungunsten der Filialen. Denn immer mehr Geschäfte in NRW und anderen Bundesländern müssen geschlossen werden, weil die Kunden wegbleiben. Solche Auswirkungen haben auch schon Traditionsunternehmen, wie der Süßwarenhändler Hussel die Auswirkungen zu spüren bekommen.

Davon sind auch die bei Technik-Fans verkauften Elektronikmärkte Saturn und Mediamarkt von Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. In vielen Innenstädten von Deutschland gibt es daher immer mehr leerstehende Geschäfte, bei denen Nachmieter gesucht werden, wie beispielsweise auf dem Westenhellweg in Dortmund.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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