Ausdauersport kann Krebsrisiko um bis zu 72 Prozent senken - Starstube

Ausdauersport kann Krebsrisiko um bis zu 72 Prozent senken

Ausdauersport kann Krebsrisiko um bis zu 72 Prozent senken

Wer regelmäßig Sport treibt, der fördert seine Gesundheit. Insbesondere Ausdauersport werden viele positive Aspekte nachgesagt. Nun fanden Forscher heraus, dass Cardio-Training das Krebsrisiko sowie das Fortschreiten eines Tumors deutlich sichtbar machen kann.

Sport im Allgemeinen gilt als eine der effektivsten Methoden, um körperlich fit zu bleiben, Stress abzubauen und chronischen Krankheiten vorzubeugen. Doch sportliche Aktivitäten schützen nicht nur vor Übergewicht, Diabetes sowie Muskel- und Knochenabbau. Auch die Psyche profitiert davon. So hat Sport nachweislich positive Einflüsse bei Depressionen und kann helfen, diesen vorzubeugen.1 Dabei hat jede Sportart andere Vorteile. Kraftsport schützt beispielsweise insbesondere im höheren Alter vor Muskelschwund und Osteoporose. Wie Forscher nun herausfanden, hat Ausdauersport einen positiven Effekt auf das Krebsrisiko, insbesondere auf die Ausbreitung von Krebs in Form von Metastasen.2

Viele empfinden Ausdauersport als langweilig

Mittlerweile hat man das Gefühl, dass Krafttraining im Fitnessstudio vielen Ausdauersportarten den Rang abgelaufen hat. Denn mit Gewichten kann man ideal seinen Körper formen und stärken. Zudem drücken sich viele Menschen vor monotonen Ausdauersportarten wie dem Joggen oder Rennradfahren. Es wird oft als langweilig und zeitaufwendig angesehen. Es gibt aber gute Gründe, mindestens einmal pro Woche eine Ausdauertrainingseinheit einzulegen. Dadurch verstärkt man nämlich das Herzkreislaufsystem, regt den Stoffwechsel (insbesondere die Fettverbrennung) an und erhält im Alltag von einer besseren Grundausdauer. Doch nicht nur das: Wie eine aktuelle Studie zeigt, kann Ausdauersport das Krebsrisiko um bis zu 72 Prozent reduzieren.

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Weltweit erste Studie dieser Kunst

Es ist die weltweit erste Studie, die den Einfluss sportlicher Aktivität auf die innere Organe untersucht. Denn gerade dort finden Metastasen statt. Das heißt: Krebszellen breiten sich im Körper von dem Ursprungsort aus und befallen weitere Organe wie Lunge, Leber oder Lymphknoten. Um dies zu erforschen, haben Wissenschaftler von der Tel Aviv-Universität zunächst Experimente an Mäusen durchgeführt. Nachdem sie Krebszellen injiziert wurden, mussten die Mäuse ein starkes Trainingsprogramm absolvieren. Die Auswertung der Daten ergab, dass Ausdauertraining die Ausbreitung von Metastasen im Körper der Tiere verlangsamte.

Im zweiten Teil der Studie hat man Daten von 3000 Menschen analysiert, die über 20 Jahre lang beobachtet wurden. Die Auswertung ergab, dass körperliche Aktivität im regelmäßigen Maße Einfluss auf das Auftreten von Krebs im Frühstadium hat. Allerdings stellte sich heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für Krebs im fortgeschrittenen Stadium mit weit fortgeschrittenen Metastasen bei sportlich aktiven Menschen deutlich sinkt.

Ausdauersport entzieht dem Krebs die Energiequellen

Laut den Forschern erhöhen die Ausdaueraktivitäten wie schnelles Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren den Glukoseverbrauch der inneren Organe. Dadurch sinkt die Verfügbarkeit von Energie für den Tumor, um wachsen zu can „Wir vermuten, dies liegt daran, dass die Organe mit den Muskeln um Zucker-Ressourcen konkurrieren müssen, die dafür bekannt sind, bei körperlicher Anstrengung große Mengen an Glukose zu verbrennen“ , erklärt einer der Studienleiter Professor Carmit Levy. Denn Krebszellen benötigen Energie aus Glukose, um zu wachsen und Metastasen bilden zu können.

„Die Untersuchung der inneren Organe in unserer Studie hat gezeigt, dass die Bewegung den ganzen Körper verändert hat, sodass sich der Krebs nicht ausbreiten kann und selbst der Primärtumor kleiner wird“, fasst Prof. Levy die Studienergebnisse zusammen. Somit konnte erstmals gezeigt und erklärt werden, wie Sport – und insbesondere Ausdaueraktivitäten – vor der Ausbreitung von Krebs im Körper schützen can.

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Quellen

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