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ASS kann die Ausbreitung von Darmkrebs bremsen

ASS kann die Ausbreitung von Darmkrebs bremsen

Aktualisiert: 15.06.2022 – 15:21

Verlangsamte Mutationen
ASS kann die Ausbreitung von Darmkrebs bremsen

Foto: Getty Images/Ignatjew

Das freiverkäufliche Schmerzmittel ASS soll dazu beitragen, Darmkrebs aufzuhalten.

Acetylsalicylsäure (ASS), die zur Behandlung von Schmerzen und leichtem Fieber eingesetzt wird, soll laut einer aktuellen Studie auch die Ausbreitung von Darmkrebs bremsen können.

Darmkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsformen, da häufig erste Symptome auftreten, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist. Darum sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig. Als Therapieoption scheint nun auch ein bekanntes und weitverbreitetes Schmerzmittel infrage zu kommen. Der Schmerzstiller ASS (Acetylsalicylsäure) soll laut einer aktuellen Untersuchung das Fortschreiten der Erkrankung bremsen können.


ASS kann das Wachstum von Darmkrebs verlangsamen


ASS wird vor allem bei leichten Schmerzen wie Kopfschmerzen eingesetzt, aber auch bei Fieber. Zudem hat der Wirkstoff entzündungshemmende Eigenschaften. Ergebnisse einer US-Studie zeigen jetzt, dass durch die Einnahme von ASS, Darmkrebszellen an der Vermehrung gehindert werden und außerdem ihr Überleben erschwert wird. ASS bremst die Teilung der Tumorzellen und erhöht gleichzeitig die Zelltodrat, wie fitbook.de berichtet.


„Krebs entsteht, weil sich Zellen von einem gesunden zu krankhaften Zustand entwickeln, in dem sie sich pausenlos teilen. Das passiert, wenn Zellen eine Reihe von Mutationen erworben haben und diese Mutationen ausgewählt wurden. Wir fanden heraus, dass Aspirin (ein Markennamen von ASS) diesen Entstehungsprozess beeinflusst und verlangsamt“, erklärt Co-Autor Dominik Wodarz, Professor für Bevölkerungsgesundheit und Krankheitsprävention an der University of California.

Mathematisches Modell, um breite Vorhersagen zu machen


Mithilfe eines mathematischen Modells gelingt es, wenn es den Wissenschaftler*innen, eine breite Vorhersage auf Bevölkerungsebene zu treffen, man die Zellkinetik (Bewegungs- und Reaktionsabläufe der Zellen) durch eine Behandlung mit ASS verändert. „Wir dachten, dass eine verzögerte Entwicklung von Krebs aufgrund von ASS (Aspirin) aus einer verzögerten Entwicklung der Zellen in Richtung bösartiger Veränderung resultieren muss. Mit anderen Worten: Das vorhergesagte Ausmaß stimmte mit der in epidemiologischen Studien in der menschlichen Bevölkerung beobachteten Schutzwirkung überein“, erklärt Hauptautorin und Mathematikerin Natalia Komarova.


Und Dominik Wodarz ergänzt: „Diese Arbeit ist ein Beispiel dafür, dass mathematische Ansätze sehr nützlich sein können, um komplexe Phänomene in der Krebsbiologie zu verstehen. Solche Einsichten hätte man nicht durch Experimente allein gewinnen können Mathematik.“


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Quellen: fitbook.de, krebsgesellschaft.de


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